Reisen

SPIRIDON-Reisen

Wir reisen durch alle Welt und

bieten mehr als Allerweltsreise



15. Spiridon Kreuzfahrt
zum Oslo-Marathon
vom 23.-27.9. ab 299 €

Color Fantasy

Diesmal geht es nach Oslo, in die erhabene Königsstadt des Nordens. Bei dieser Mini-Kreuzfahrt lockt ein Maxi-Marathon auf dem Zwei-Runden-Kurs über die breiten Boulevards. Fünf Tage Kiel-Oslo-Kiel mit Color-Line zum Schnäppchen-Preis von 299 €. Nur begrenztes Kontingent, Sonderprogramm für unsere Läufer. Für Direktanmeldung Flyer anfordern! Sammelmeldung für den Marathon wird von uns gemacht.
Büchermarkt

Buchsprechungen zum Roman
„Laufbahn am Limit"

Laufbahn
siehe bei:
Leichtathletik.de
Germanroadraces.de
Bitburger-Silvesterlauf.de
Laufreport.de
Amazon.de

Ein Interview mit Manfred Steffny ist bei youtube.de zu sehen

Der letzte Anlauf

Von Eva-Maria von Schablowsky

(Autorin des Buchs „Läuft Ihr Mann auch“)

Ziele sind etwas buchstäblich Wunderbares und werden von klugen Menschen häufig als treibende Kraft genutzt. Darüber hinaus machen sie im Bedarfsfall sogar blind und taub und wirken obendrein als Schmerzmittel. Bei diesem Wort allerdings fallen einem normalen Menschen gleich die vielzitierten Begriffe „Risiken und Nebenwirkungen“ ein, von deren die Aktiven des Laufsports mit Fug und Recht behaupten können, dass es beides in ihrem Falle nicht oder mindestens nicht in negativer Form gäbe, aber nach meinen Erfahrungen mit einem leidenschaftlichen Langläufer kann ich weder das Eine noch das Andere abstreiten. Doch dazu später.

Zunächst einmal muss geklärt werden, warum ein Mensch, der überwiegend der männlichen Kaste zuzuordnen ist, ausgesprochen euphorisch eine bestimmte Strecke unter die Füße nimmt, deren Endpunkt - könnte er ihn denn längenmäßig vor sich sehen - fast durch die Erdkrümmung unsichtbar ist und aus nichts als Straßenpflaster besteht, häufig auch noch in ansteigender Form oder mit hässlichen Wendepunkten. Eigentlich gehört ja zu der menschlichen Neugier, dass man sich bei Insidern nach deren Erfahrungen erkundigt, und an dieser Stelle kommt dann die bereits erwähnte Taubheit des Zielstrebigen ins Spiel, denn jeder Finisher eines Marathonlaufes wird seine eigene Kraft und Ausdauer und den Mut zur Überwindung der Strapaze nicht unter den Scheffel stellen und so tun, als wären diese 42,195 km ein Klacks. Wozu wäre er dann gelaufen?!

Aber jetzt kommt das Wunderbarste an der ganzen Sache. Nach Überquerung der Ziellinie ist er ein anderer Mensch! Dieses Gefühl hat er selbst vorher noch nicht gehabt und befindet sich am Ende seiner langen Trainingszeit und dem absolvierten Höhepunkt sozusagen im Kreißsaal eines neuen Lebens! Durch seinen geglückten Zugriff auf die antrainierte Leistungsfähigkeit seines Körpers und die Erfüllung eines Traumes ist er plötzlich mit allen Attributen eines Helden ausgestattet, hat es aber ausgesprochen gern, in übertragenem Sinne ein bisschen in warme Tücher gewickelt und an die Brust genommen zu werden. Da ich als angeheiratete Betreuerin mehr als zwanzigmal einen Marathonläufer mit Herz und Zeitmesser begleitet habe und miterlebte, wie sich der Mensch an meiner Seite peu a peu positiv veränderte, habe ich das Bedürfnis, meine Erfahrungen weiterzugeben und kann zum Vergleich nur die Geburt eines Kindes heranziehen. Den immer zahlreicher werdenden Frauen, die selbst diese Endlosstrapaze eines Marathonlaufs auf sich nehmen, kann ich vor lauter Respekt gar nichts sagen. Ich kann mich nur auf Beobachtungen an ihren männlichen Kollegen und hier an einem speziellen berufen. Also noch einmal zu dem laufenden Partner. Er ist nach dem Lauf in mehrfacher Hinsicht zart und empfindsam und hat noch nie so gut zugehört, falls die Töne, die sein witterungsbeständiges Ohr erreichen, wohlwollend und anerkennend sind. Bei geschicktem Vorgehen lassen sich in die nun möglichen, intensiven Gespräche über Streckenführung und laufende Konkurrenten ganz leicht eigene Gedanken, Pläne und Ziele einflechten. Nie wieder ist beispielsweise eine neue Sitzgruppe so leicht durchzusetzen wie nach einem Marathonlauf. All diese Möglichkeiten haben diejenigen vor sich, die in diesem Jahr an einem der zahlreichen Läufe teilnehmen oder eben als Partner die Risiken und Nebenwirkungen mittragen.

Mein Ratschlag auf neudeutsch: „Make this event in team!“