Aus SPIRIDON Heft 11/2008
Kein Pardon für Fernsehverkäufer Emig
L ange zierten sich ARD und ZDF, die Fernsehübertragung der nächsten Tour de France 2009 abzusagen. Da wurden erst mal künftige Stolpersteine wie neue Dopingfälle oder das nicht genehme Auftreten von Lance Armstrong genannt. Als ob das Fass nicht längst übergelaufen wäre. Aber man hatte sich in den Fernsehanstalten so schön daran gewöhnt, das Sommerloch stundenlang plätschernd mit der Frankreichrundfahrt zu füllen, mit Landschafts- und Städteaufnahmen, mit Harmonikaklängen, der Vorstellung exquisiter Käsesorten. Wenn nur die lästigen Radfahrer nicht wären, die es nicht sein lassen können, verbotene Substanzen zu sich nehmen. Der Absturz der deutschen Profi-Radställe Telecom bzw. T-Mobile und Gerolsteiner beeindruckte die Senderleitungen weniger als die Furcht vor einer Neugestaltung der Nachmittagssendungen im August. Immerhin rang sich die ARD am 16. Oktober dazu durch, Liveübertragungen 2009 zu streichen. ARD-Vorsitzender Fritz Raff lieferte die fällige Begründung: „Der sportliche Wert der Tour de France hat sich aufgrund der gehäuften Dopingfälle erheblich reduziert.“ Dem ARD-Beispiel wird wohl das ZDF, nicht aber Eurosport folgen.
....
(Um PDF-Dateien öffnen zu können, benötigen Sie den Acrobat Reader.
Sie können ihn bei Adobe Systems Inc. kostenlos herunterladen.)
![]()




