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15. Spiridon Kreuzfahrt
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Color Fantasy

Diesmal geht es nach Oslo, in die erhabene Königsstadt des Nordens. Bei dieser Mini-Kreuzfahrt lockt ein Maxi-Marathon auf dem Zwei-Runden-Kurs über die breiten Boulevards. Fünf Tage Kiel-Oslo-Kiel mit Color-Line zum Schnäppchen-Preis von 299 €. Nur begrenztes Kontingent, Sonderprogramm für unsere Läufer. Für Direktanmeldung Flyer anfordern! Sammelmeldung für den Marathon wird von uns gemacht.
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Buchsprechungen zum Roman
„Laufbahn am Limit"

Laufbahn
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Leichtathletik.de
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Bitburger-Silvesterlauf.de
Laufreport.de
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Ein Interview mit Manfred Steffny ist bei youtube.de zu sehen

Aus SPIRIDON 8/2007 "Steffny's Lauftipps"

Hilfsmittel beim Laufen

Mit den meisten kommerziellen Hilfsmitteln, die beim Laufen mitgeführt werden sollen, verhunzt man sich nur den Laufstil. Es geht besser und billiger.

VON MANFRED STEFFNY

Wenn mir eine Läuferin mit hochrotem Kopf und Handhanteln begegnet, kann ich nur immer wieder den Kopf schütteln. Das bringt gar nichts, stört nur die Laufkoordination. Meistens bewegen sie die Arme kaum, weil die Handhantel den Bewegungsablauf unrund macht. Oder aber sie schwingen kräftig mit den Armen, um die vermeintliche Stärkung der Armmuskulatur zu unterstützen. Dann aber treffen sie den Körperschwerpunkt beim Laufen nicht. Das Ganze sieht abgehackt aus.
Schlimmer noch sind Gewichtsgürtel, sie drücken auf Magen und Darm, wenn sie mit Klettverschluss eng eingestellt sind. Wenn sie dagegen schlackern, kann man sich eine Verletzung an der Hüfte oder am Rücken einhandeln. Davon also Finger weg! Nicht ganz so schlimm sind Gewichtswesten, wenn die Last im Saum steckt.
Wenn man schon ein Gewicht trägt, dann bitteschön auf dem Kopf, so wie wir es aus Afrika und Asien von den Wasserträgerinnen mit ihren Krügen kennen. Dieses Gewichtstraining verleiht den Damen einen schönen schwingenden Gang. Beim Laufen wird der Kopf zu sehr auf und ab bewegt, so dass der Krug dann runterfiele. Wer mit dem Kopf zuviel wackelt beim Laufen, kann mal gelegentlich einige Schritte mit einem offenen Buch auf dem Kopf laufen. Ideal wäre, ja wenn es nicht so martialisch aussähe, mit einem festgezurrten Stahlhelm auf dem Kopf zu laufen. Bei Sturm bin ich schon so durch den Wald gelaufen.

MALTRÄTIERTE ARME

Ich staunte nicht schlecht, als ich in dem neuen Buch von Matthias Marquardt „Warum Laufen erfolgreich macht und Grünkernbratlinge nicht“ blätterte. Das ist der, der arme Triathleten nach dem Radfahren auf dem Vorfuß laufen lässt statt endlich die Ferse zu belasten. Jetzt malträtriert er auch noch die Arme der Läufer. Dazu hat er einen Armtrainer entwickelt, ein Stück Holz, das aussieht wie eine halbe Nudelrolle oder ein halber Staffelstab. Die kann man bei ihm kaufen und die soll man sich dann beim Laufen in die Ellenbeugen klemmen, um sich eine hohe Armführung anzugewöhnen. Das ist völlig falsch, auch wenn Marquardt dies „natural running“ nennt. Man muss den Unterarm fallen lassen und dann die Bewegung vom Ellenbogen aus steuern. Ist der verklemmt, so rudert man seitlich mit den Schultern. Wenn schon ein Hilfsmittel, dann lieber in jeder Hand eine Rute halten. Schlägt man sich die ins Gesicht, ist die Armhaltung falsch.
Es soll ja Leute geben, die im Neoprenanzug laufen, um abzunehmen. Ein grässlicher Gedanke. Wer bleiern laufen will, kann auch mit Stiefeln oder Bergschuhen rennen. Emil Zatopek erwarb sich so seinen unmöglichen Laufstil, wurde aber trotzdem Olympiasieger, weil seine sonstige Trainingsmethode richtig war. Die Abstufung, mal mit schwereren und mal mit leichteren Laufschuhen zu trainieren, ist allerdings zu empfehlen. Ansonsten macht man sich das Laufen nicht mit unnötigen Hilfsmitteln schwerer, sondern durch schwere Bodenverhältnisse wie auf Sand oder bergauf.

SONNE UND WIND

Herzfrequenzmesser, GPS oder iPods wollen wir diesmal völlig ausklammern. Aber ich laufe manchmal mit meinem eigenen kostenlosen Videorecorder und korrigiere so meinen Laufschritt. Mein Videorecorder ist die tiefstehende Sonne am Morgen oder Abend, die mich von hinten erfasst und einen langen Schatten auf den Boden wirft. Rumpf-, Arm-, Schulter- und Kopfhaltung kann ich so überprüfen. Und das sieht man ohnehin von hinten am besten.
Schwimmer können jetzt zuhause im Mini-Becken trainieren mit einer neuartigen Gegenstromanlage. Der Triathlet mit Hometrainer, Rolle und Laufband braucht das Haus nicht mehr zu verlassen. Aber draußen gibt es noch ein weiteres kostenloses Trainingsmittel. Den Wind. Warum sind die holländischen Radfahrer als Flachländer so gut und haben reihenweise die Etappe der Tour de France nach Alpe d`Huez gewonnen?. Dopen kann sich ja jeder. Aber sie haben ein Geheimnis. Im Winter fahren sie bei starkem Gegenwind über den Damm am Ijsselmeer. Das gibt Kraft.
Wir Läufer können es auch mal mit Windkraft versuchen.
Schade nur, dass niemand für Sonne und Wind wirbt. Kann man halt nicht kaufen.